Scheitern als Chance

Scheitern als Chance: Was du aus meinen Fehlern lernen kannst!

Scheitern als Chance? Wenn man gerade „gegen die Wand“ gefahren ist, fällt es oft schwer, die Chance wahrzunehmen. Gewiss gehören Rückschläge zum Leben und zu ambitionierten Projekten. Doch wie geht man damit so um, dass man daran nicht zerbricht? Wer Neues wagt, will mit seinen Projekten erfolgreich sein. Ich habe mehrfach die Erfahrung mit Rückschlägen gemacht. In diesem Blogbeitrag spreche ich radikal offen darüber, was ich daraus gelernt habe und was du tun kannst, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Übers eigene Scheitern spricht kaum jemand gern. Auf Blogs, Facebook, LinkedIn, Twitter & Co. sprechen wir lieber über unsere Erfolge als über unsere Misserfolge. Doch es gibt Gründe, warum wir anfangen sollten, offener über unsere Misserfolge zu sprechen. Nicht nur, weil man daraus eine Menge lernen kann, sondern auch weil wir, indem wir uns verwundbarer zeigen, uns auch nahbarer machen und die ganze schillernde digitale Welt damit ehrlicher wird. 

Die Wahrheit ist: Wo Licht ist, ist auch Schatten.

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Wo Licht ist, ist auch Schatten

Ich gebe es offen zu: scheitern fühlt sich furchtbar an. Ich war erfolgreich als Business Coach unterwegs, habe Erfolgsteams geleitet, Vorträge gehalten, Coachings durchgeführt, 5-Sterne-Bewertungen bei Proven Expert gesammelt, Blogbeiträge geschrieben, Social Media Posts veröffentlicht und war effizient und leistungsstark. Ich habe bis Mitternacht am Schreibtisch gesessen, von der Akquise über die Buchhaltung bis zum Social Media Wirbel alles selbst gemacht und auch im Urlaub noch die Verträge für die DSGVO aufgesetzt. Und dann ist im wahrsten Sinne des Wortes von heute auf morgen eine Birne durchgebrannt. Ich konnte nicht mehr schlafen und landete im Burnout. Der Druck, den ich mir selbst gemacht hatte, war so stark, dass ihn mein Körper und meine Seele nicht mehr ausgehalten haben. Deshalb war ich fast ein Jahr von der Bildfläche verschwunden, vom Licht- ins Schattenreich abgetaucht.

Mir ging es so schlecht, dass ich dachte, nie wieder arbeiten zu können. Und so habe ich den Fehler gemacht, dass ich fast alles, was ich in sieben Jahren aufgebaut hatte, mit der gleichen Gründlichkeit wieder zerstört habe. Ich habe die Domains meiner alten Websites gekündigt, die alle bereits ein gutes Ranking hatten. Ich habe den Kalender von meiner Website entfernt. Ich habe meinen Newsletter-Anbieter gekündigt und damit alle Funnel, die ich aufgebaut hatte, zerstört. Ich habe meine Mitgliedschaften von der GSA bis zu den Digital Media Women gekündigt. Jetzt heißt es, Schritt für Schritt das eigene Business wieder aufzubauen.

Warum sich der Blick aus der Vogelperspektive lohnt

Damit das Scheitern zur Chance wird, kommt es wesentlich darauf an, wie du damit umgehst. Wenn es dir gelingt, die Katastrophe von außen zu betrachten, quasi aus der Vogelperspektive, dann kannst du dem eigenen Scheitern etwas abgewinnen.

Ich bin mir durch das Scheitern bewusst geworden, wie viel ich bereits aufgebaut hatte, wie viel richtig gut gelaufen ist, wer trotz des Absturzes zu mir hält und wo ich andere Weichenstellungen vornehmen muss.

Es war erschreckend, wie sehr ich mich unter Druck gesetzt und wie wenig ich die Bedürfnisse meiner Seele wahrgenommen hatte. Dabei hatte ich doch all meinen Coachingklienten immer wieder geraten, im Rhythmus des eigenen Atems und des eigenen Herzschlags zu wachsen. Aber Ratschläge sind ja bekanntlich dafür da, dass man sie weitergibt.

Ich hatte den Anspruch, schneller wachsen zu wollen, als mir gut tat. Anstatt mir selbst und dem Leben zu vertrauen, gab es eine tief sitzende, mir unbewusste Angst.. Doch Angst ist ein schlechter Ratgeber. Anstatt organisch durch Mundpropaganda und Empfehlungsmarketing weiter zu wachsen, habe ich fast ein Jahr gegen ein Burnout gekämpft. Was hätte ich in den Monaten alles Schönes erleben und weiter ausbauen können.

Nach zehn Monaten sagte der Arzt zu mir, dass ich, sobald ich meine alte Energie zurück hätte, ganz schnell wieder aufbauen würde, was ich mit Furor annulliert hatte. Dieser Satz gab mir neue Hoffnung.

Was ich aus dem Scheitern gelernt habe

  • Ich habe gesehen, dass das Herz seine Gründe hat, die der Verstand nicht kennt.
  • Ich habe erkannt, dass Antoine de Saint Exupéry recht hat: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“
  • Ich habe festgestellt, wie wichtig das Netzwerken ist, nicht um neue Klienten zu gewinnen, sondern um ein tragendes Netzwerk aus Menschen aufzubauen, mit denen man gern eine Wegstrecke seines Lebens gehen möchte, gerade dann, wenn es schwierig wird.

Was ich ab jetzt anders machen werde

  • Ich werde am Wochenende nicht mehr arbeiten, sondern mich mit Dingen beschäftigen, die mich neben der Arbeit erfüllen.
  • Ich lebe nicht mehr, um zu arbeiten, sondern ich arbeite, um zu leben.
  • Ich beginne den Tag mit einer Morgenmeditation, um mit Achtsamkeit und Dankbarkeit durch die Tage zu gehen.
  • Ich bin mir der Verwundbarkeit der eigenen Gesundheit bewusst und sorge gut für mich.
  • Ich arbeite nicht mehr bis spät in die Nacht, sondern setze mir selbst eine Grenze, um Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind.
  • Ich versuche nicht mehr, in allen Bereichen stark zu sein und alles allein zu stemmen, sondern ich lasse mich zukünftig unterstützen und mache die Dinge langsamer.
  • Ich spreche in meinen Vorträgen zukünftig nicht nur über Erfolgsstrategien, sondern auch darüber, wie man dem Scheitern vorbeugen kann und worauf es bei der Erfüllung wirklich ankommt.
  • Ich werde mir einen Co-Working Space suchen, um rauszukommen aus der Isolation des Solopreneurs.
  • Ich werde selbst Teil (m)eines Erfolgsteams und profitiere gemeinsam mit den anderen von den Synergieeffekten.

 

Es ist für mich ein großer Schritt, so offen mit meinem Scheitern umzugehen und ich hoffe, damit für andere ein warnendes Beispiel zu sein. Die Burnout- und Depressionsraten in unserer Gesellschaft sind definitiv zu hoch. Und ich habe gelesen, dass die Krankheit der Depression in Kulturen, in denen die Menschen in liebevollen sozialen Gemeinschaften eingebunden sind, so gut wie unbekannt ist. – Wachse langsam und organisch, um zu vermeiden durch einen Burnout so in die Knie gezwungen zu werden, dass das Leben nicht mehr lebenswert erscheint und du viel Zeit darauf verwenden musst, um wieder auf die Beine zu kommen.

Fazit: Wenn du Glück hast, ist das Scheitern nicht das Ende, sondern eine Chance, aus den Fehlern zu lernen, neue Wege zu gehen und dein Business neu zu justieren. Scheitern fühlt sich während man scheitert schrecklich an, zumal wenn der Zustand aussichtslos wirkt. Wenn du aber noch einmal eine Chance bekommst, neu anzufangen, kann dich das Scheitern weiter bringen als so mancher Erfolg, der ohne Hürden erreicht wurde. Es klingt paradox. So ist das Leben. Das Leben ist ein Prozess, ein lebenslanger Lernprozess. 

Also heißt es: aufstehen, Staub abklopfen, Krone richten, weitergehen.

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Wenn Scheitern, Hürden und Hindernisse gerade dein Thema sind, dann lies auch meinen Blogbeitrag "Veränderung! Wie du Hürden überwindest".  Wenn gerade noch nicht wieder alles rund läuft auf meiner Website, dann weißt du jetzt, warum. 

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