17 Tipps, wie du die Krise als Chance nutzt 

Special S1/52 Wochen Coaching Power Programm

Krisenmanagement in Zeiten einer Pandemie. Corona betrifft uns alle – mehr oder weniger. Dabei wird es die Krisengewinner und die Krisenverlierer geben. Damit du zu den Gewinnern gehörst, gebe ich dir heute 17 Tipps, wie du die Krise als Chance für dich nutzen kannst. Eigentlich wollte ich mich nicht zur Coronakrise äußern, da das ja schon genug andere tun. Aber da ich von immer mehr Menschen gefragt werde, wie mich Corona persönlich trifft und welche Tipps ich Selbständigen in Zeiten der kollektiven Krise gebe, komme ich diesen Fragen und Wünschen nun doch im Rahmen meines 52 Wochen Coaching Power Programms – das durch die Krise noch relevanter geworden ist – mit einem Sonderblogbeitrag nach.

Wie trifft mich die Krise als Solopreneurin persönlich?

Natürlich tangiert auch mich das Coronavirus in meiner Selbständigkeit: Coachings wurden von meinen KlientInnen abgesagt, da ihre Flüge aus Wien oder Frankfurt gestrichen worden sind oder auch, weil die anstehende Vorbereitung für die Bühne als Speaker online und telefonisch nur bedingt möglich ist. Andere Coachingmandate werden von Klienten storniert, die als Selbständigen gerade finanzielle Einbußen durch Verdienstausfälle erleben und deshalb alle Ausgaben zurückfahren.

Doch die meisten Coachings finden bei mir nach wie vor statt, nur eben nicht mehr live, sondern ausschließlich telefonisch. Da ich es gewohnt bin, nicht nur mit Klienten aus Österreich oder der Schweiz, sondern auch aus Frankfurt oder München telefonisch oder via Skype oder Zoom zu arbeiten, ist für mich Telefoncoaching Business as usual. Allerdings bin ich sehr konsequent mit den Telefoncoachings, auch mit meinen Klienten aus Berlin.

Selbständige und Freiberufler sind doppelt hart vom Coronavirus betroffen, da sie gesundheitlich gefährdet wie alle anderen sind und darüber hinaus auch noch in ihrer wirtschaftlichen Existenz gegenüber fest Angestellten oder Beamten wesentlich bedrohter sind.

Aber in jeder Krise steckt auch eine Chance. Wie sieht diese Chance für Selbständige in Zeiten einer Pandemie genau aus?

Dr. Kerstin Gernig als digitale Nomadin im Home Office

Welche Chance steckt für dich in dieser Krise?

In der Krise stecken Chancen auf mehreren Ebenen. Chance No 1: Endlich Zeit! Zeit ist das größte Gut auf Erden. Also nutze es. 

Tipp No 1: Nutze deine freie Zeit!

Nutze die unfreiwillig freie Zeit klug. Die meisten Selbständigen sind selbst und ständig unterwegs, ständig am Limit mit ihrer Zeit, mit langen To-do-Listen und hoch aufgetürmten Papierbergen auf dem Schreibtisch, die abgearbeitet werden wollen. In Zeiten der empfohlenen Quarantäne, wenn plötzlich Aufträge wegbrechen, entstehen neue Zeitfenster. 

Nutze diese Zeitfenster klug für all die Aufgaben, die du jetzt in Ruhe abarbeiten kannst. 

Nutze diese Zeit aber auch, um dein Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen. Ein solides Unternehmen sollte so aufgestellt sein, dass es auch einmal eine gewisse Zeit ohne Aufträge überleben kann. Dafür benötigst du Rücklagen und eine Diversifizierung deiner Einkommensströme. 

Wer ständig auf Kante genäht ist und ständig am Limit ist, kann jetzt einen Erfolgsstrategie-Check machen und die Zeit für eine Vogelperspektive mit einer Draufsicht auf sein Unternehmen nutzen, um es besser zu positionieren, stärker in die Sichtbarkeit zu bringen und die Hebel der Skalierbarkeit zu checken oder auch erstmalig zu implementieren. 

Das heißt, jetzt sind die besten Zeiten für ein Business Coaching, eine unfreiwillige Auszeit, in der du deine Zeit klug und besonnen nutzt, anstatt dich von Panik und Hysterie anstecken zu lassen.

Nutze die Zeit, in der die Uhren endlich einmal etwas langsamer ticken als normalerweise, für eine Vogelperspektive auf dein Business.

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Tipp No 2: Nutze die Bafa-Förderung für ein Coaching

Die Bafa-Förderung ist nur noch bis zum Jahresende garantiert. Bei einer Veranstaltung des Bafa – zur Förderung meines Business Coaching mit 50% bis 90% – habe ich erfahren, dass die Bafa-Förderung nur bis zum 31.12.2020 gesichert ist. D.h. alle vom Bafa geförderten Coachings müssen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Ob und wie es im kommenden Jahr mit der Bafa-Förderung weitergeht, steht noch in den Sternen. Wenn du noch eine Bafa-Förderung beantragen willst, um ein Business Coaching zu 50% bis 90% refinanziert zu bekommen, dann lies meinen Blogbeitrag Bafa-Förderung! Wie du 100% Coaching zu 50% finanzieren lässt, in dem du auch die Links für die Beantragung findest. Wenn du mit mir in ein Bafa-Coaching gehen willst, buche dir einen kostenfreien Termin für einen Erfolgsstrategie-Check auf meinem Online-Termin-Kalender.

Tipp No 3: Digitalisiere und automatisiere dein Business

Erfolgsfaktor Digitalisierung! Ich sage in meinen Vorträgen immer wieder, dass wir in den besten aller möglichen Zeiten leben, um uns erfolgreich selbständig zu machen. Denn wir sind die erste Generation, die die digitalen Tools und die Reichweitenmedien zur Verfügung hat.

Insofern steckt in dieser Krise auch deine Chane, auszuloten, wie sich dein Business digitalisieren lässt. Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden. Deshalb lautet meine zweite Frage in meinen Vorträgen auch: Was lässt sich nicht digitalisieren? Mit diesen beiden Fragen kannst du dein Business einmal auf den Prüfstand stellen. 

Erstelle einmal eine Liste all der Tätigkeiten, die sich in deinem Business automatisieren und digitalisieren lassen. Und erstelle eine zweite Liste all der Tätigkeiten, die sich nicht digitalisieren lassen. Im Anschluss hast du eine interessante To-do-Liste für die nächsten Monate. 

In meiner Online-Offline-Marketingstrategieberatung mache ich nichts anderes, als meinen Klienten die Berührungsängste mit der Digitalisierung zu nehmen und ihnen zu zeigen, wie sie durch die Digitalisierung und Automatisierung signifikant sichtbarer und erfolgreicher werden. 

Sorge dich nicht, digitalisiere! Was du nicht selbst machen kannst oder willst, kannst du delegieren oder an Freelancer outsourcen. Ich habe ein Netzwerk großartiger KooperationspartnerInnen, an die ich meine Coachingklienten gern weiterempfehle. Denn diese Kooperationspartner nutzen das Unwissen nicht zur Geschäftemacherei aus, sondern unterstützen Menschen dabei, selbst erfolgreich zu werden. 

So sehen virtuelle Meetings in der digitalen Welt aus

Tipp No 4: Nutze das Win-Win-Win-Prinzip

Wir brauchen einen kollektiven Perspektivenwechsel für diesen Planeten. Ich beschäftige mich als Coach mit mentalen Transformationsprozessen, Innovationen, ungewöhnlichen UnternehmerInnen, Erfolgsstrategien, den Chancen der Digitalisierung, Geschäftsmodellen und den Megatrends unserer Zeit. 

Ein Megatrend unserer Zeit ist die Individualisierung, die sich zum Beispiel in der Mass Customization – der individualisierten Massenproduktion – mit MyBeer, MyMuesli, MyDirndl niederschlägt und die ich in meinem Buch Werde, was du kannst! Wie man ein ungewöhnlicher Unternehmer wird in dem Kapitel über das Unternehmen Feuerwear analysiert habe. 

In den Geschäften herrscht gerade Weltuntergangsstimmung. Ganze Regale sind leer. Es gibt kein Toilettenpapier, keine Möhren, keine Nudeln mehr. Wir werden diese Krise nur bewältigen, wenn wir sie gemeinsam und solidarisch bewältigen, nicht jedoch im egoistischen, hedonistischen oder auch verängstigten Alleingang. 

Wir stehen als Zwerge auf den Schultern von Riesen. Wir brauchen einander und können das Experiment, dass sich einige wenige auf Kosten vieler bereichern, nicht weiterverfolgen. 

Ungefähr 10% der Menschen auf dieser Welt besitzen circa 90% des Kapitals dieser Welt. Das kann doch so nicht weitergehen – oder?

Während der Profit von den meisten Konzernen und Unternehmen individualisiert wird, werden die Kosten der notwendigen Nachhaltigkeitsreparaturen kollektiv umgelegt. Das kann doch so nicht weitergehen – oder? 

Während einige Weltgegenden im Luxus von Digitalisierung, High Tech, WLAN und Strom schwelgen, gibt es immer noch Weltgegenden, in denen es weder Strom noch fließendes Wasser gibt. Das kann doch so nicht weitergehen – oder?

Wir alle kommen aus der Natur. Wir alle sind Natur. Wir alle gehen wieder in die Natur ein. Wir dürfen eine Zeitlang auf diesem wunderbaren Planeten verbringen und ihn mitgestalten – ob als Friedens- oder als Brandstifter entscheidet jeder für sich. Wir brauchen definitiv mehr Friedensstifter auf dieser Welt: 

Menschen, die bereit sind, die Komfortzone zu verlassen und sich einzubringen. 

Menschen, die bereit sind, die Ärmel hochzukrempeln und nicht nur zu reden, sondern auch zu tun. 

Menschen, die den Traum, dass sie diese Welt ein Stückchen besser verlassen werden, als sie sie bei der Anlandung vorgefunden haben, nicht aufgeben.

Nutzen wir die Krise als Chance


Und genau diese Chance steckt in der Corona-Krise. Es ist ein Weckruf der Erde: 

  • Wie gehen wir mit der Erde um? 
  • Wie lassen sich normale Konsumbedürfnisse und gesunde Nachhaltigkeit miteinander verbinden? 
  • Wie lassen sich individuelles Gewinnstreben und kollektive Solidarität mit denen, die es aus eigener Kraft angesichts widriger Umstände einfach nicht schaffen können, miteinander verbinden? 
  • Wie lassen sich kühne Visionen mit besonderen Talenten und besonnenen Taten realisieren?

Wir brauchen einen kollektiven Perspektivenwechsel: dass wir diesen Planeten gemeinsam bewohnen und gemeinsam gestalten. 

Ich erlebe viele Hilfsangebote über die sozialen Medien oder auch über Netzwerke wie nebenan.de. Diese Angebote gehen genau in die richtige Richtung. Die Frage muss lauten: Was kann ich für dich tun? Und nicht: Wie kann ich mich selbst gerade noch retten, während alle anderen untergehen?

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. Lasst uns gemeinsam die Mauern in den Köpfen einreißen und Windmühlen füreinander bauen. 

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Der Planet wehrt sich. Was muss auf dieser Erde noch passieren, damit ein Umdenken stattfindet? Wir brauchen einen kollektiven mentalen Perspektivenwechsel für diesen Planeten: 

  • mehr Wir-Gefühl, 
  • mehr Solidarität, 
  • mehr gegenseitige Unterstützung, 
  • mehr Empathie, 
  • mehr Zuhören, 
  • mehr Fragen, 
  • mehr Offenheit, 
  • mehr Hands-on-Mentalität, 
  • mehr ungewöhnliche Unternehmerinnen und Unternehmer, die die neuen Herausforderungen unserer Zeit annehmen, um Probleme besonnen, klug und intelligent zu lösen.

Und genau deshalb ist meine Arbeit als Coach relevanter als je zuvor, denn es geht darum, achtsam und bewusst mit seinen Gedanken umzugehen und auch mit seinen Worten. Denn Worte schaffen Wirklichkeit. 

Medien und Politik können jetzt unter Beweis stellen, wie sie Strukturen schaffen, die uns allen das Überleben garantieren jenseits von Panik und Hysterie, von Angst und Sorgen. 

Tipp No 5: Verwandle deine Sorgen in besonnenes Handeln

Dale Carneggie hat einen Bestseller mit dem Titel Sorge dich nicht, lebe geschrieben. 

Das ist natürlich in Zeiten, in denen einem das Wasser bis zum Hals steht, Aufträge wegbrechen oder gar die Insolvenz droht, einfacher gesagt als getan. 

Deshalb rate ich meinen Coachingklienten, ihre Sorgen und Ängste zunächst erst einmal ganz konkret zu formulieren und aufzuschreiben, um zu schauen, ob Worst Case Szenarien wirklich drohen oder nicht nur in der Phantasie zu solchen werden. 

Wer seine Sorgen formulieren kann, kann sich ihnen auch stellen und sich fragen, was er tun kann, um sie aufzulösen. Frage dich deshalb zunächst:

  • Was genau macht dir Sorgen?
  • Wie realistisch sind deine Sorgen? Wie wahrscheinlich ist es auf einer Skala von 1 bis 10, dass das, worüber du dir Sorgen machst, auch tatsächlich eintritt?
  • Was passiert im „worst case“?
  • Was kannst du tun, um den „worst case“ zu vermeiden?

Diese Fragen helfen dir schon einmal, um dich der Situation ruhig und reflektiert zu stellen und über Handlungsoptionen nachzudenken.

Wie verhalte ich mich angesichts der Pandemie?

Ich informiere mich über den Stand der Pandemie, indem ich mir ausgewählte Podcasts von klugen Vordenkern unserer Zeit anhöre, die ich schätze. Ich beschäftige mich aber nicht mehr als einmal täglich mit den aktuellen Handlungsempfehlungen. 

Beruflich: Ich habe all meine Coachingmandate auf Telefoncoachings umgestellt, was glücklicherweise in meinem Bereich überhaupt kein Problem darstellt, da wir digitale Tools wie Zoom, Skype oder auch Telefone mit Kopfhörern haben. 

Ich nutze die Zeit, um weiterhin die Aufgaben zu erfüllen, die mich erfüllen und zu meiner Arbeit gehören: Blogbeiträge, Coaching, Fokus auf mein 52 Wochen Coaching Power Programm, Marketing, Vorträge in Form von Webinaren, Teilnahme an Telkos zur Weiterbildung, Beschäftigung mit neuen digitalen Tools und vieles andere mehr.

Gesundheitlich: Ich ernähre mich weiterhin gesund und praktiziere einen gesunden Lebenswandel, um mein Immunsystem zu stärken. Also morgens joggen, viel trinken, Vitamin C, viel Obst und Gemüse und so viel Lebensfreude wie nach wie vor möglich leben und teilen. 

Mental: Ich versuche, mich von Panik und Hysterie nicht anstecken zu lassen, sondern mit klarem Kopf besonnen zu handeln. Ich bin als Coach darin geschult, auf meine Gedanken zu achten. 

Privat: Ich verlasse das Haus, wenn möglich, nur um Sport zu treiben und in der Natur zu sein. Da ich schon immer zu den passionierten Online-Shoppern gehört habe, bestelle ich nach wie vor alles online und seit Ausbruch der Pandemie auch Lebensmittel. 

Sozial: Ich telefoniere mit Menschen, die einsam sind – wie mit meinem 89-jährigen Vater, der nach dem Tod meiner Mutter allein ist – regelmäßig, um sie aus ihrer gefühlten Einsamkeit zu befreien. 

Achte auf deine Gedanken, denn sie beeinflussen deine Gefühle. Achte auf deine Gefühle, denn sie beeinflussen deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie beeinflussen deine Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie beeinflussen deine Routinen. 

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Spirituell: Ich bin schon immer spirituell unterwegs und interpretiere die Pandemie als gesunde Reaktion auf ein ungesundes Haushalten und Wirtschaften auf diesem Planeten. Was uns widerfährt, ist eine Aufforderung, anders zu handeln und auf Missstände zu reagieren. 

Es gilt in meinen Augen, jetzt gemeinsam klug, vernünftig, weise und solidarisch zu handeln. Und zu dieser Solidarität gehört auch, die Schutzmaßnahmen einzuhalten, zu denen wir durch Epidemologen, Virologen, Ärzte oder Politiker aufgefordert werden.

Tipp No 6: Tue jetzt, was dir guttut

Meditiere, bete, arbeite, schlafe, koche, telefoniere, gehe spazieren und beschäftige dich mit Dingen, die dir guttun. Verdränge nicht, sondern nimm die Herausforderungen zur Kenntnis und an. Aber bleibe so gelassen wie möglich. Angst und Panik sind keine guten Ratgeber. In der Ruhe liegt die Kraft.

Wie du deine Lebensfreude in Zeiten der Quarantäne bewahrst? Es gibt viele Dinge, mit denen man auch in schwierigen Phasen Lebensfreude in sein Leben holen kann. 

Ich schmuse zum Beispiel mit meinem Kater, koche etwas Leckeres und genieße es anschließend an einem schön gedeckten Tisch, schaukle in den Tag hinein, übe Akkordeon, jogge, mache Yoga oder Spaziergänge, genieße ein Glas Wein am Abend, lese gute Bücher, höre schöne Musik oder interessante Podcasts, schreibe Blogbeiträge oder PR-Artikel, mache Gartenarbeit, erfreue mich an der Sonne oder auch am Regen, telefoniere mit Freunden, bete für alles, wofür ich dankbar sein kann in meinem Leben … 

Tipp No 7: Hinterfrage, wer welche Informationen mit welchem Interesse verbreitet

Hinterfrage sehr genau, wer welche Informationen mit welchem Interesse verbreitet. Informiere dich über verschiedene Kanäle, um selbst zu einem ausgewogenen Urteil zu kommen. Bedenke, dass es immer Gewinner und Verlierer in einer Krise gibt. Sei bereit zu geben. Suche dir selbst Hilfe, wo du allein nicht weiterkommst. Schaffe Win-Win-Win-Situationen und frage dich täglich, was du tun kannst, um die Krise als Chance für dich zu nutzen. 

Die aktuelle Krise ist eine persönliche und eine kollektive Herausforderung. Jeder Einzelne ist gefragt, wie er oder sie sich zur Krise verhält. Auf die Krise haben wir nur bedingt Einfluss. Doch darauf, wie wir uns zur Krise verhalten, haben wir durchaus Einfluss. 

Es gibt sehr unterschiedliche Interpretation des aktuellen Geschehens und auch unterschiedliche Vorschläge zur Lösung, deshalb möchte ich hier nur zwei ansprechen, die verdeutlichen, wie komplex die aktuelle Lage ist:

  1. Wenn Menschen wochen- oder sogar monatelang isoliert werden, hat das dramatische Folgen. Im besten Falle steigen nach der Krise die Geburtenraten. Im schlimmsten Falle steigt aber auch häusliche Gewalt, wenn Menschen nicht gelernt haben, auf engem Raum lange Zeiträume miteinander zu verbringen oder es steigen die Depressionsraten durch die Vereinsamung. Isolation ist eine Katastrophe für einsame Menschen. Wir sind soziale Wesen und brauchen den Austausch. Hier helfen lange Telefonate, Spaziergänge zu zweit in der Natur mit ausreichend Abstand und neue Begrüßungsrituale mit Ellbogen oder Füßen. Für das Szenario der Ausgangssperre muss die Regierung sicherstellten, dass die Logistik für die Versorgung mit den Grundbedürfnissen garantiert ist, wie man jetzt schon an den Hamsterkäufen vieler Deutscher sieht.
  2. Einen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln dauert sehr lange bis zur Zulassung. Wenn Menschen monatelang in Isolationshaft waren, sind sie vermutlich bereit, fast alles mit sich machen zu lassen, um wieder ein normales Leben führen zu können. Doch gibt es nicht nur Impfbefürworter, sondern auch Impfgegner, die meinen, dass es wichtig ist, dass der Körper selbst Abwehrstoffe entwickelt. Wenn Impfstoffe im Überfluss produziert werden, profitiert vor allem die Pharmalobby davon wie schon im Fall der Schweinegrippe. Ob ein Impfstoff die Lösung ist, wird die Zukunft weisen. 

Erstelle dir ein Mindmap zur Lage, so dass du viele Haltungen, Meinungen, Urteile, Empfehlungen gegeneinander abwägen kannst. Informiere dich über Blogs, Podcasts & Videos zur Corona-Krise.

Tipp No 8: Schaffe Win-Win-Win-Situationen

Frage Menschen, womit du sie unterstützen kannst. In der gegenseitigen Unterstützung liegt eine große Kraft. Womit kann ich dich unterstützen? Lass es mich wissen: info@kerstingernig.de.

Du kannst mich unterstützen, indem du mein Buch Werde, was du kannst! Wie man ein ungewöhnlicher Unternehmer wird bei Amazon rezensierst, wenn du es gelesen hast. Mein 2014 erschienenes Buch wurde im Februar 2020 von Business Insider unter die 6 TOP-Bücher für Startups gewählt: Wenn ihr diese 6 Bücher gelesen habt, wird euer Startup garantiert zum Erfolg.

Es hat mich sehr gefreut, dass mein Buch zu den Longsellern gehört. Leider gibt es auf Bewertungsplattformen wie Amazon einige Rezensenten, die ihren eigenen Frust in 1-Stern-Bewertungen ausleben und den Wert nicht erkennen, der in einem solchen Fundus an Erfahrungen steckt. Deshalb würde ich mich über deine Unterstützung freuen, sofern du zu meinen Lesern gehörst. Halte mit deiner Bewertung auf Amazon den unausgewogenen 1-Stern-Stimmen der Negativisten und Kritikaster etwas entgegen. Unsere Welt braucht mehr Win-Win-Win-Situationen. 

Tipp No 9: Stabilisiere deine Finanzen

Was tun, wenn die Einnahmen wegbrechen? Beschäftige dich möglichst unaufgeregt und sachlich mit deinen Finanzen, indem du all deine beruflichen und privaten Einnahmen und Ausgaben sowie deine Rücklagen und Versicherungen einmal auflistest. Wenn du das noch nicht gemacht hast, gehört das sowieso zu meinem 52 Wochen Coaching Power Programm. Denn du kannst als Unternehmer nur erfolgreich werden, wenn du einen Überblick über deine Finanzen hast und klug investierst. 

Wenn du ein Unternehmen in Schwierigkeiten bist, kannst du einen Kredit bei der KfW beantragen. Auf der Seite der KfW heißt es: „Als Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler sind Sie durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten und benötigen einen Kredit? Dann können Sie ab sofort bei Ihrer Bank oder Sparkasse einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen, sofern Sie bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren.“ Es können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden. Hier geht es zu den Informationen der KfW.

Es gibt immer Gewinner und Verlierer in Krisenzeiten. Die Banken werden vermutlich zu den Gewinnern gehören. Denn sie nehmen 1%-2% Zinsen in Zeiten, in denen sie selbst keine Zinsen zahlen. (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.)

Höre dir die Tipps zum Zyklus der Finanzen von Unternehmen in der Krise im Gespräch zwischen der von mir geschätzten Vernetzungsexpertin Sabine Piarry mit Finanz- und Sanierungsexperten Hansjörg Stützle an.

Hier findest du einen Leitfaden zur Finanzierung Förderung von Selbständigen von der IHK.

Hier geht's zur Corona-Grundsicherung für Solo-Selbständige und Freiberufler.

Tipp No 10: Bringe dein Business in Zeiten der Krise aufs nächste Level

Nutze die Bafa-Förderung mit bis zu 90% Refinanzierung meines Coachings noch bis zum 31.12.2020, um dein Business zu digitalisieren, zu automatisieren und zu skalieren. Wie das geht, erfährst du in meinem Blogbeitrag Wie du 100% Coaching zu 50%-90% refinanzieren lässt

Mit der aktuell geltenden Rahmenrichtlinie zur BAFA-Beratungsförderung können KMUs, die in naher Zukunft in Schwierigkeiten kommen können, bereits nach den Förderbedingungen für „Unternehmen in Schwierigkeiten“ mit einem Fördersatz von 90% gefördert werden. Hier findest du die Merkblätter zur Förderung

Weitere Informationen zur Förderung von Unternehmen in Schwierigkeiten findest du beim ZDH. Hier geht es zu den Ansprechpartnern für das telefonische Vorgespräch beim ZDH.

Tipp No 11: Schützte dich vor der Insolvenz

Familiäre Verpflichtungen: Wenn du dich um deine Eltern oder Verwandte kümmerst, nutze auch die Hilfsangebote von nebenan.de, wo eine Hotline für Nachbarschaftshilfe eingerichtet wurde: 0800 866 55 44.Unter der Hotline kannst du ein Hilfe-Gesuch aufgeben. Das Gesuch wird automatisch nach PLZ sortiert auf der neuen Seite nebenan.de/corona eingespielt und ist für registrierte Nutzer sichtbar.

Finanzielle Unterstützung: Nutze finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten, die die Politik zur Verfügung stellt. Der Senat hat beschlossen, Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer zu unterstützen. Informationen dazu findest du hier und regelmäßig auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen unter Presse.

Hier findest du Informationen zu Liquiditätshilfen der IBB.

Hier findest du Informationen des Bundesministeriums fürs Wirtschaft zu Corona-Soforthilfeprogrammen für Kleinstunternehmen und Soloselbständige.

KünstlerInnen: KünstlerInnen sollten finanzielle Einbrüchen der Künstlersozialkasse melden, um die monatlichen Beitragszahlungen zu senken.

Steuern: Beantrage Steuererleichterungen, wenn du die Steuerlast aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Virus in diesem Jahr nicht stemmen kannst. Zinsfrei wird ein Aufschub für Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer gewährt. 

Überbrückungskredit: Wende dich für einen Überbrückungskredit an deine Hausbank und verweise auf die aktuellen Bürgschaftsangebote der Bürgschaftsbank, die diese Überbrückungskredite zu 80 % absichern. 

Tipp No 12: Sei bereit zu mentalem Wandel

Meinen Coach- und Speakerkollegen Boris Grundl, der nach einem dramatischen Unfall in einer der schwierigsten Situationen seines Lebens eine immense mentale Stärke entwickelt hat, schätze ich sehr und empfehle dir angesichts der Krise seinen Podcast zum Thema Menschliche Transformation: Vom Leben lernen

Tipp No 13: Nutze kostenfreie Informationen für Selbständige

Wichtige Infos für Solopreneure & Selbständige: Höre dir die für Mitglieder kostenfreien Telkos des VGSD zu relevanten Themen für Selbständige in Zeiten der Corona-Krise an. Zum Beispiel Verhandlungssicher durch die Corona-Krise: Miete und stornierte Aufträge – wie spreche ich jetzt über Geld? Wenn du die Live-Telkos verpasst, kannst du alle Aufzeichnungen jederzeit nachhören.  

Wichtige Infos zu Gesundheit & Forschung: sehr guter Podcast von Christian Drosten.

Kluge Stimmen aus Politik, Wirtschaft & Wissenschaft: sehr empfehlenswerter Podcast von Gabor Steingart

Tipp No 14: Bewahre dir deine Lebensfreude in der Krise

Konzentriere dich auf alles, was nach wie vor geht und auf alles, was nach wie vor Spaß macht und alles, wofür du nach wie vor dankbar sein kannst. Mach jeden Tag etwas Verrücktes: Tanze zu deiner Lieblingsmusik durch die Wohnung, pfeife oder singe laut zu deinen Lieblingsliedern, füttere deinen Geist mit Fakten, Nachrichten, Informationen und Wissen, lerne Neues, telefoniere mit guten Freunden. 

So sieht mein eigenes Lebensfreudeprogramm aus, wenn ich morgens auf der Schaukel sitze. 

Tipp No 15: Praktiziere Dankbarkeitsrituale

Abends wird mein Lebensfreudeprogramm durch ein Dankbarkeitsgebet ergänzt. Es gibt so viele Dinge, für die wir dankbar sein können – auch jetzt noch mitten in der Krise. 

Noch haben wir zu essen, noch haben wir ein Dach über dem Kopf, noch haben wir gute Freunde, noch können wir uns mit interessanten Themen beschäftigen, noch … Schreibe alles auf, wofür du noch dankbar sein kannst. In der Dankbarkeit steckt eine immense Kraft. 

Das Leben auf diesem Planeten wurde uns geschenkt. Dieses Leben ist ein wunderbares Geschenk und die Krise gemahnt uns daran, wie achtsam wir mit dem Planeten und mit dem Leben umgehen sollten. Tun wir es! Damit die Welt nach der Krise anders aussieht als vor der Krise.

Tipp No 16: Besinne dich auf das, was dir wirklich wichtig ist

Nutze die Zeit um dir bewusst zu machen, was dir wirklich wichtig im Leben ist. Ein Coachkollege hat diese ganz einfache, wunderbare Übung mit mir gemacht für die du nur ein Gegenüber brauchst, dass dir 3-10 Minuten immer wieder die gleiche Frage stellt: Was ist dir wirklich wichtig im Leben? Mache die Übung! Du wirst sehen, sie macht etwas mit dir.

Tipp No 17: Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest. 

Steigere dich nicht in Sorgen hinein, sondern lebe. 

Unterlasse Verschwörungstheorien und verlasse dich auf Fakten. 

Schaue nicht voller Angst in die Zukunft, sondern voller Hoffnung. 

Unterlasse Horror-Szenarien und apokalyptische Prognosen zugunsten der Frage, was jeder einzelne für gute Aussichten tun kann. 

Entwickle ein Zukunfts-Bewusstsein für die Zukunft, in der du gern leben möchtest und gestalte sie mit. 

Schmiede Pläne für die Zukunft, die du erleben willst und beginne heute damit, dein Morgen zu erschaffen. 

Entwickle Visionen für dein Leben, das du führen willst und realisiere schon heute, was geht. 

Stärke deine innere Kraft und nutze sie. 

Werde zur besten Version deiner Selbst. 

Wage gedanklich den Neuanfang! Veränderung beginnt immer mit den Gedanken in deinem Kopf.


Wir gestalten die Welt, in der wir leben wollen. Es könnte auch alles ganz anders sein – auch im Besseren!

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Wenn du gute Tipps hast, die hier noch fehlen und die ich unbedingt aufnehmen sollte, freue ich mich über Hinweise von dir. Der 18., 19. oder 20. Tipp ist dann vielleicht von dir: info@kerstingernig.de

Exkurs: Wie sieht die Zukunft nach der Corona-Krise aus?

Die Welt, in der wir groß geworden, erzogen und sozialisiert wurden, löst sich zunehmend auf. Sie ordnet sich neu und verändert sich. Wir können nicht in die Zukunft blicken, aber wir können sie gedanklich antizipieren. 

Mache doch einmal ein Gedankenexperiment: Überlege dir, wie wir von der Zukunft aus zurück aufs Heute blicken werden. Worüber werden wir uns rückblickend wundern? Worüber werden wir lachen? Worüber werden wir froh sein? Worauf werden wir stolz sein?

  • Vielleicht haben wir uns mit Themen beschäftigt, mit denen wir uns ohne die Krise nicht beschäftigt hätten. 
  • Vielleicht haben wir Menschen kennengelernt, die wir ohne die Krise nicht kennengelernt hätten. 
  • Vielleicht haben wir Dinge neu bewertet, was wir ohne die Krise nicht getan hätten. 
  • Vielleicht haben wir alte Freunde wieder häufiger angerufen. 
  • Vielleicht sind wir uns gegenseitig wieder nähergekommen, da wir Familien, Nachbarn und Freunde unterstützt haben. 
  • Vielleicht sind wir besonnener, reflektierter, gelassener, vernünftiger, verspielter, fokussierter, digitaler und nachhaltiger geworden, da wesentlich mehr Tele- und Videokonferenzen anstelle von all der Hin- und Herfliegerei und -fahrerei stattgefunden haben. 
  • Vielleicht ist Remote-Arbeit selbstverständlicher geworden. 
  • Vielleicht hat sich die Wissensvermittlung durch Internet-Teaching verändert. 
  • Vielleicht ist das Homeoffice selbstverständlicher für Arbeitgeber und Arbeitnehmer geworden. 
  • Vielleicht sind wir solidarischer und verbindlicher geworden. 
  • Vielleicht sind wir wesentlicher geworden und verantwortungsbewusster. 
  • Vielleicht haben wir eine neue Politik der gewaltfreien Kommunikation erlebt und etabliert. 
  • Vielleicht sind die Medien weniger sensationsheischend und faktenorientierter geworden. 
  • Vielleicht wurden neue Medikamente entwickelt. 
  • Vielleicht sind wir humaner geworden, indem wir uns den großen wesentlichen Fragen zugewandt haben: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was ist unsere Aufgaben in der Zeit unseres Verweilens auf diesem Planeten? 
  • Vielleicht werden wir Wirtschaft und Nachhaltigkeit neu denken und leben. 
  • Vielleicht wirst du dein Business digitalisiert und automatisiert haben.

Vielleicht staunen wir eines Tages zurückblickend, wieviel Humor und Mitmenschlichkeit in den Tagen des Virus entstanden ist. 

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