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Hermsdorfer 4-Jahreszeitengespräche

Hermsdorfer 4-Jahreszeitengespräche

Die Hermsdorfer 4-Jahreszeitengespräche - mein privater Salon in Berlin-Hermsdorf - widmen sich an jedem Abend einem anderen Thema. Auf einen Impulsvortrag durch ungewöhnliche UnternehmerInnen folgt ein offenes Gespräch in lockerer Atmosphäre bei Fingerfood und Wein mit AutorInnen und KünstlerInnen, Abenteuerlustigen und Sinnsuchern, Zukunftsorientierten und Vergangenheitsbewussten - kurz: Menschen, die die Welt klug und kreativ (mit-)gestalten. Wir diskutieren über Themen, die uns und die Welt bewegen.

Wenn du dich mit einem interessanten Thema einbringen möchtest, bist du herzlich eingeladen, Kontakt mit mir aufzunehmen. Ich moderiere durch die Abende. Schreibe mir einfach eine kurze Mail: Was machst du? Was bewegt dich? Was willst du im Leben noch bewegen? Zu welchem Herzensthema möchtest du einen Impulsvortrag einbringen? 

Wie läuft so ein Abend ab? Spot up!

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Stimmen der Gäste zum Hermsdorfer 4-Jahreszeitengespräch

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Film: Matthias Kindler

Durch Resilienz (über-)lebt: Wie Nicola de Nittis die 3 größten Herausforderungen als Totgeglaubter überwindet

Nicola de Nittis

Nicola De Nittis wurde 1976 mit einem seltenen Gendefekt in Köln geboren. Dieser Gendefekt löste eine lebenslange unheilbare chronische Erkrankung bei ihm aus, mit der massive Einschränkungen seines Lebens bis heute verbunden sind. Von den Ärzten wurde er bereits als Kind totgesagt.

Er hat die ihm von Ärzten prognostizierte Lebenserwartung inzwischen um Jahrzehnte überschritten, nicht nur dank der medizinischen Möglichkeiten! Wie ihm das gelungen ist, darüber spricht er bei seinem Impulsvortrag beim Hermsdorfer 4-Jahreszeitengespräch.

Lebensgefährlich, beängstigend & scheinbar aussichtslos: Wer am Abgrund steht und es aus eigener Kraft schafft, nicht in den Abgrund zu blicken und abzustürzen, sondern sich umzudrehen, um aufzusteigen, verfügt über besondere mentale Fähigkeiten. Und diese Fähigkeiten lassen sich trainieren.

Ich habe nur wenige Menschen neben Raoul Krauthausen, den ich in meinem Buch Werde, was du kannst! Wie man ein ungewöhnlicher Unternehmer wird porträtiert habe und Nicola de Nittis erlebt, die trotz schwerer Krankheiten über solch beeindruckende Tatkraft verfügen und so eine mitreißende Lebensfreude ausstrahlen. Nicola inspiriert, begeistert und steckt einen mit seinem unbedingten Lebenswillen an. 

Nicola gibt Einblicke in seine Resilienzstrategien, die für ihn zu (Überlebens-)strategien geworden sind.

Unsere mentale Haltung entscheidet nicht nur über Gesundheit und Krankheit, sondern im Zweifelsfall auch über Leben oder Tod. Niemand weiß das besser als Nicola de Nittis. Und auch ich selbst habe diese Grenzlinie bereits in meinem Leben ausgelotet.

Wer ist Nicola de Nittis?

Nicola de Nittis ist ein erfolgreicher ungewöhnlicher Unternehmer. Nachdem err 20 Jahre lang versucht hat, seine Krankheit in Form eines Doppellebens zu verbergen, da sie ihm bei vielen Arbeitgebern zum Verhängnis wurde, ist er, nachdem er an diesem energetisch extrem aufwändigen Versteckspiel fast zerbrochen ist, konsequent und beeindruckend seinen eigenen Weg weitergegangen.

Er hat sich geoutet, wurde daraufhin entlassen und ist inzwischen gefragter Redner für Leadership und Resilienz. Er hat die Agentur „The brave speakers“ gegründet, die Keynote Speaker mit mutigen authentischen Lebensläufen präsentiert. Er hat mehrere NGOs gegründet und berät u.a. das Bundesministerium für Gesundheit zu Mental Health. Außerdem führt er ein IT Unternehmen mit dem Fokus auf AI Analytics.

Nicola sagt: „Mein Gendefekt scheint ein Nachteil zu sein. Ich allein habe entschieden, ihn in einen Vorteil umzukehren.“ 

Mehr zu Nicola de Nittis erfährst du meinem Blogpost Resilienz: 11 Tipps, wie du die Kraft findest, um das vermeintlich Unüberwindbare zu meistern

Künstliche Intelligenz: Aus der Perspektive des Wissenschaftskünstlers Olaf Schirm

Olaf Schirm

Olaf Schirm (Foto: Harriet Wollert)

Künstliche Intelligenz (KI) ist spätestens seit der Veröffentlichung bildgebender KIs wie Midjourney und textgebender KIs wie ChatGPT in aller Munde. Wir experimentieren damit beruflich und privat, ohne zu ahnen, wo uns diese rasanten Entwicklungen hinführen. Arbeitsplätze verändern sich, entfallen oder werden auch ganz neu geschaffen. Die Zeit ungewöhnlicher UnternehmerInnen: immer am Puls der Zeit!

Wissenschaftskünstler Olaf Schirm war von Anfang an bei den Entwicklungen der KI dabei. Er hat damit experimentiert, ganz neue Kunst kreiert und im Jahr 2023 die erste Ausstellung zur KI Kunst in der Galerie Guelman und Unbekannt mit dem Titel „What is th prompt?“ bestritten.

Er berichtet über seine extrem interessanten Erfahrungen, Erkenntnisse und auch Visionen für die nahe Zukunft. Wir diskutieren an dem Abend, wie Künstliche Intelligenz die Kunstwelt und Urheberschaft komplett verändert und was das für uns bedeutet.

What is the prompt? 

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Olaf Schirm Main Works: "What is the prompt" I Galerie "Guelman und Unbekannt" Berlin

Wer ist Olaf Schirm?

Olaf Schirm entstammt einer Familientradition aus Künstlern, Erfindern und Unternehmern. In den frühen 80er Jahren schuf er bereits neue Klangwelten mit dem gerade aufgekommenen Musiksynthesizer. In den 90er Jahren entwickelte er virtuelle Moderatoren für Bühnenauftritte mit Echtzeitanimation und Virtual Reality. Er erfand die grundlegende Technologie der Mimik-Erfassung beim Menschen. Dafür wurde er mit einem Oskar Award ausgezeichnet. In den 2000er Jahren arbeitete er mit Forschungsrobotik für europäische Institute und führte sein eigenes Handelsunternehmen in diesem Bereich. Seit 2014 widmet er sich ausschließlich der eigenen Wissenschaftskunst. In diese einzigartige, neue Kunst bringt er seine Erfahrungen aus seinen Unternehmen ein und entwickelt sie permanent weiter. Er bezeichnet sich selbst als „Spezialist für Nichts“.
Mehr Informationen unter www.olaf-schirm.de

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Stimmen der Gäste zum Abend zur KI

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Gute Sexualität ist wie ein Cocktail: Alles hängt von den Ingredienzien ab!

Heike Niemeier I Systemischer Coach & Sexualberaterin (Foto: Stefan Zeitz)

Eines der am stärksten tabuisierten Themen ist nach wie vor die Sexualität. Heike Niemeier, die sich mit 58 als systemischer Coach und Sexualberaterin selbständig gemacht hat, weiß, wie man das ändern kann. Denn sie beschäftigt sich professionell mit den Spielarten der Liebe. Wenn man mit Heike über Sex spricht, gibt es keine Tabus. Unverklemmt, offen, verspielt, neugierig, frei von Tabus können alle Ängste, Schwierigkeiten, Wünsche oder auch Paarthemen angesprochen werden. Beim Hermsdorfer 4-Jahreszeitengespräch sprechen wir – jenseits aller medialen Inszenierungen männlicher und weiblicher Sexualität – über unsere Erfahrungen: wie in unserer Gesellschaft mit Sexualität umgegangen wird, wie wir diesen Umgang erleben und welche Geschlechterspiele wir uns in Zeiten der Diversität wünschen. 

Welche Ingredienzien gehören zu einer guten Sexualität? Und wie können wir diese erlangen? Welche Rolle spielen wir selbst? Und welche Rolle spielt unsere Kommunikation dabei? Darum geht's in Heikes Impulsvortrag.

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Wer ist Heike Niemeier?

Heike Niemeier hat Kunstgeschichte studiert und war international als Ausstellungskoordinatorin tätig. Von der Kunst kam sie zum Veranstaltungsmanagement: von der EXPO 2000 über die G20 Gesundheitsministerkonferenz bis zu Events der Weltbank und dem Bundeskanzleramt. Das hat sie mit einer eigenen Agentur gestemmt.

Obwohl sie mit ihrer florierenden Agentur Projekte auf der ganzen Welt geleitet hat, fehlte ihr etwas: Es mangelte an Balance, Respekt und Leichtigkeit. Der Körper sendete erste Warnzeichen.

Ein Wadenbeinbruch führte ihr schließlich in der erzwungenen Ruhe vor Augen, dass es Zeit war für eine Neuausrichtung. Sie traf „die mutigste und wegweisendste Entscheidung ihres Lebens“: Sie stieg aus dem Hamsterrad aus, gab ihre Agentur auf und krempelte ihr Leben um.

In dieser Zeit der Transformation erkannte sie in einem Coaching, dass sie als Sexualberaterin ihre Talente, Interessen und Erfahrungen miteinander verknüpfen konnte. Was anfangs als verrückte Idee erschien, gewann zunehmend an Kontur. Nach einer Ausbildung als Sexualberaterin und systemischer Coach, begleitet sie heute junge Frauen im In- und Ausland, die oft ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche aus den Augen verloren haben, auf ihrem Weg zum Erfolg.

Mehr zu Heike Niemeyer auf meinem Blogpost Wie eine Sexualberaterin arbeitet

Stimmen der Gäste zum Abend "Über Sex spricht man nicht?!"

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Fashion says: Me too! Style: Only me!

Creativa 2023 I Paulina's Friends (Foto: Wolfang Helm)

Als Mädchen hat Paulina tage- und nächtelang gemalt und gezeichnet, gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester: frivole, freche, farbenfrohe, geometrische Muster. Frauen in Fantasiegewändern. Bühnen- und Kostümentwürfe. Die Zwillinge Paulina und Yoanna kamen mit 12 Jahren auf ein deutsches Elitegymnasium und wurden magersüchtig. Der Druck der Schönheitsideale der 90er Jahre endete glücklicherweise nicht tödlich. Und so hat Paulina ihren Kindheitstraum, Modeschöpferin zu werden, 25 Jahre später verwirklicht. In ihrer Wahlheimat Deutschland hat sie Paulina’s Friends gegründet.

Paulina's Friends

Zeitlos, einzigartig, vielseitig ist die Modemarke der Kreativ- und Zufallswerkstatt Paulina's Friends in Berlin. 2016 hat Paulina ihren ersten Concept Store für zeitgenössische Kunst, Design und Vintage Mode gegründet. Dann folgten 3 PopUp Stores und eine Galerie. Paulina wurde autodidaktisch Modeschöpferin und so erfolgreich, dass inzwischen einige Unikate von „Paulina’s Friends“ von koreanischen Automarke Hyundai, der Akademie der Künste Berlin sowie dem Museum für Hamburgische Geschichte gekauft wurden

Paulina präsentiert ihre handgefertigten Unikate bei internationalen Fashion Shows in Amsterdam, Paris, Mailand oder auch New York und bei einem kurzen Stopp in Berlin ihren Koffer Unikate beim Hermsdorfer 4-Jahreszeitengespräch. Allein in diesem Jahr liegen noch die Fashion Shows in Rotterdam, Helsinki und Mailand vor ihr.

Paulina's ungewöhnliches Verkaufskonzept

Das Verkaufskonzept von Paulina ist interessant: Sie verkauft ihr nachhaltigen, „upgecycelten“ „Statement Pieces“ bereits vor den Shows an Stammkunden und Mäzene. Ihre fantasievollen Modestücke zeichnen gewagte avantgardistische Designs aus – auf Wunsch auch mit personalisierten Elementen.

Ihr Alleinstellungsmerkmal ist, dass sie Couture-Restposten, handgefertigte Stoffe aus aller Welt und historische Vintage-Stoffe miteinander verbindet, so dass scheinbar Unvereinbares auf phantasievolle Weise eine provokative Symbiose eingeht. Sie selbst bezeichnet ihren Stil als „Mix-and-match in Patchwork-Technik“.

Und so wie sie selbst eine charmante Fabuliererin ist, erzählt auch jedes Einzelstück seine Geschichte: die Stoffe, wie Paulina zu den Stoffen bei ihren Reisen um die Welt kam, wie sie die Stoffe gemixt hat und natürlich auch die extravaganten KundInnen, die sie tragen.

Die Vision von Paulina’s Friends ist: Menschen aus aller Welt zu verzaubern! Und das gelingt ihr. Sie will mit ihrer Mode zu Mut, Leidenschaft, Kreativität und Begeisterung anstiften. Dabei ist ihr allerdings wichtig, dass ihre Luxusmode nachhaltig, sinnstiftend und erschwinglich bleibt. Ein Widerspruch in sich? We will see!

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Film: Matthias Kindler

Wer ist Paulina Tsvetanova?

Paulina Tsvetanova ist in Bulgarin geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Christliche Archäologie in Freiburg im Breisgau. Nach Phasen als Galeristin, Kuratorin, Fundraiserin und Anstellungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Verlagen und Stiftungen, hat sie ihre Berufung als Modedesignerin gefunden. Nebenher schreibt sie Bücher, hält Vorträge und bezeichnet sich selbst als "Zufallsexpertin". Hier geht es zum Blogpost von Paulina Du darfst dir selbst Wurzeln und Flügel verleihen


Hochbegabung ist mehr von Allem

Hochbegabung bedeutet: Mehr Interessen, mehr Ideen, mehr Wahrnehmung, mehr Kapazität und mehr Bedarf nach Vielfalt. Kein Wunder, dass das neben besonderen Möglichkeiten auch besondere Herausforderungen bedeutet, für Menschen mit Hochbegabung ebenso wie für das Umfeld dieser Menschen.

Erfolg und Glück sind mit einem hohen Intelligenzquotienten leider nicht auch automatisch vorprogrammiert. Aber wer, wenn nicht ein Hochbegabter, kann außergewöhnliche Lösungen für seine Herausforderungen finden?

Hochbegabung … Ja und?

Die meisten Menschen denken bei Hochbegabung an Sheldon Cooper von der Big Bang Theory. Experte seines Faches, etwas sonderbar und das war’s. Hochbegabung steht jedoch für mehr von Allem. Mehr Interessen, mehr Ideen, mehr Wahrnehmung, mehr Kapazität und mehr Bedarf nach Vielfalt.

Erfolg und Glück sind mit einem hohen Intelligenzquotienten leider nicht automatisch vorprogrammiert. Im Gegenteil! Viele Hochbegabte erleben ihre Besonderheit als fast tragisches Schicksal. Denn sie erfahren mehr Gegenwind, mehr Leistungsdruck, mehr Unverständnis und suchen häufig vergeblich nach Austausch auf Augenhöhe. Sie fühlen sich als Außenseiter, hinterfragen sich selbst und manchmal sogar die eigenen Kompetenzen.

Viele Menschen, die erst spät von ihrer Hochbegabung erfahren, erleben die „Diagnose“ als eine Erleichterung und eine späte Erklärung für ihre Andersartigkeit. Das verdeutlicht die Belastung, die von dieser Gabe ausgehen kann. Neben außergewöhnlichen Möglichkeiten gibt es aber auch besondere Herausforderungen für Hochbegabte.

Marina Bernardo mit ihren beiden wilden Kids (Foto: privat)

Von der Unternehmensberaterin zum Elterncoach

Marina Bernardo ist auf dem Weg zur Unternehmerin. Ihre eigene Hochbegabung verschweigt sie lieber. Sie liebt aber ihr außergewöhnliches Leben, das durch ihre Hochbegabung stark geprägt wurde. Und vor allem liebt sie ihre wilden Kids, die beide das gleiche Schicksal mit ihr teilen. Sie können jetzt schon mehr als andere Kindern und fordern mehr von ihrer Mutter und ihrer Umwelt, als ihr manchmal lieb ist. Aber sie gibt alles und so weit sie kann noch mehr.

Die Herausforderungen, vor denen Marina Bernardo stand, brachten sie dazu, sich mit Lösungsstrategien zu befassen. Was als Notwendigkeit startete, wurde zu einer besonderen Expertise, was Veränderungen und Transformationsprozesse angeht. Mit 28 Jahren war Marina bereits Managerin in der Automotive Branche und leitete internationale Transformationsprozesse. Anschließend war sie sieben Jahre lang Prokuristin bei einer der führenden Unternehmensberatungen KPMG.

Dann kam ihre bislang größte Herausforderung: Sie wurde – als Karrierefrau – Mutter. Big Business trifft auf den Herzenswunsch, ihren Kids die bestmögliche Mama zu sein und zugleich ein Vorbild. Doch das ist unmöglich mit klassischen Karrieremodellen zu vereinbaren.

Marina Bernardo coacht Eltern mit Karriere. Mit zwei Kindern vereint sie selbst Familienliebe und Karriere in ihrem Unternehmen Coachiba. Sie sagt: „Keiner sollte sich für Kinder und gegen Karriere oder andersherum, entscheiden müssen!“ (Das war für meine Generation leider noch alles andere als selbstverständlich!)

Marina lebt und steht für Veränderungen, neue Wege und auch Leistung. Sie hat für längere Zeit in sechs Ländern gelebt, zwei Klassen übersprungen, internationale Management Erfahrungen und unzählige Veränderungsprojekte geleitet… Und du hast die Chance sie kennenzulernen und gemeinsam mit uns über die Chancen, aber auch immensen Herausforderungen der Hochbegabung zu diskutieren.

Mission (Im-)Possible

So formuliert Marina ihre Ziele „Mission Impossible gibt es für mich nicht! Ich liebe Veränderungen und ich liebe es, Dinge anders zu machen. Wer definiert eigentlich, was möglich ist …?“ Mit dieser Frage begann Marina’s eigene „Mission Possible“.

Heute ist Marina Unternehmerin, Mutter von zwei Kindern und dazu noch unter der Woche alleinerziehend! Im Coaching hat sie ihr Baby im Arm gestillt. Das geht alles! Denn Kinder gehören dazu: zu einem erfüllten, lebendigen, reichen, schönen Leben. Mit ihrem Unternehmen Coachiba Marina zeigt sie anderen Frauen, dass sie sich nicht für Kind und gegen Karriere, oder andersherum, entscheiden müssen. Sie kombiniert Business-Coaching mit Elterncoaching für Eltern, die ambitionierte Karrieren nicht an den Nagel hängen wollen, wenn der Nachwuchs kommt. Für die kompetente Begleitung der Eltern absolvierte Marina eine zweieinhalbjährige Ausbildung – und wie kann es anders sein – so eben mal neben ihrer neuen Rolle als Mutter. Und ihre wilde Bande testet täglich, ob sie das, was sie im Elterncoaching lehrt, auch wirklich selbst beherrscht…

Kinder leben nach, was sie erleben und nicht, was sie gesagt bekommen!

Die Kombination Kids & Karriere im Coaching mit gleichwertiger Expertise auf der Ebene des Business und der Elternschaft auf diesem Niveau ist nicht nur einmalig, sondern ein Mega-Trend, den unsere Welt dringend braucht. Noch für meinen Jahrgang, war es so gut wie ausgeschlossen, eine Karriere als Professorin mit Kindern zu verbinden – ohne totale Selbstausbeutung. Und es ist Zeit, dass sich das im 21. Jahrhundert endlich ändert.

Im Elterncoaching lernen Eltern, Konflikte und Herausforderungen anders als bisher zu adressieren und ihre Kommunikation zu optimieren. Das gibt ihnen Sicherheit in der Elternrolle und ermöglicht tiefe echte Beziehung zu ihren Kindern. Ihren Kindern wiederum bietet es einen besonderen Start ins Leben. Die Kinder lernen einen bewussten Umgang mit ihren eigenen Herausforderungen und Konflikten und das hilft ihnen auch für ihr Erwachsenenalter. Der Umgang mit einem Kind in seiner Kindheit ist ein maßgeblicher Faktor für die gesunde Persönlichkeitsentwicklung. Wer als Kind eine positive Prägung erlebt, entwickelt von Anbeginn an einen höheren Selbstwert. Das Elterncoaching ist eine Möglichkeit, nachhaltige Veränderungen jetzt und in den nächsten Generationen zu bewirken – und das ist nach all meinen bisherigen Erfahrungen als Coach auch dringend nötig! Denn ich erlebe fast täglich, wie viel in der Kindheit schief gelaufen ist. Und dieser Teufelskreis, dass eine Generation das Schicksal der vorangehenden wiederholt, lässt sich nur durchbrechen, wenn wir am Bewusstsein ansetzen, um die Lebensumstände zu ändern.

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Impulsvortrag von Marina Bernardo zum Thema "Hochbegabung ist mehr von allem"



Das Leben ist eine Wanderung:

Planlos ging der Plan los

Soll ich? Soll ich nicht? Alles begann mit einem Münzwurf: Nico hat entschieden, seinen Job als Baggerfahrer zu kündigen. Und dann ging es 2015 los auf seine 6558-Kilometer-Wanderung durch die USA. Anfangs war er noch mit zwei Rucksäcken bepackt: ein Frontrucksack für 8 Liter Wasser auf der Wüstentour und 18 Kilo auf dem Rücken. 26 Kilo Gesamtgewicht bei 100 Kilo Körpergewicht – definitiv zu viel Gewicht. Nach 6 Monaten war sein Körper 27 Kilo leichter und sein Rucksack wog nur noch 7 Kilo. Reduziertes Gewicht bedeutet weniger Energieverbrauch. Weniger Energieverbrauch bedeutet, weitere Strecken zu Fuß laufen zu können. Diese sukzessive Verringerung des Ballasts entsprach zugleich seiner inneren Klärung. Wieder und wieder dachte er darüber nach, auf welche Dinge im Rucksack er noch verzichten könne, um Gewicht einzusparen. Es entstand eine „positive Gewichtsspirale“, fast eine Art Rausch, immer mehr Ballast abzuwerfen, weiter zu laufen und sich nicht nur leichter, sondern auch glücklicher zu fühlen.

Wir alle tragen einen reich gefüllten Lebensrucksack. Ab und an lohnt es sich, stehen zu bleiben und zu überprüfen, wo man sich das Leben leichter machen kann. Manchmal reicht eine Erlaubnis, die man sich aber nur selbst geben kann. – In jedem Rucksack sind Lebensaufgaben und Ressourcen. Im Laufe des Lebens füllt sich dieser Rucksack mit Familiengeschichten, Erfahrungen, Grundsätzen, Konditionierungen, Glaubenssätzen, Erwartungen, Wünschen, Zielen, Schicksalsschlägen, schönen Augenblicken und manchmal auch traumatischen Erlebnissen. Wir durchlaufen Lebenskrisen und bekommen dadurch immer wieder neue Aufgaben. Wie auf Nicos Wanderung durchläuft jeder Mensch Höhen und Tiefen, durchschreitet Täler und erklimmt Berggipfel. Die Wanderroute bestimmt dabei jeder selbst – zumindest mit. Denn wir bewegen uns alle zwischen der Spannung von Bindung und Freiheit als soziale Wesen. Doch alles hat seinen Preis, und jeder entscheidet für sich, welchen Preis sie oder er bereit ist zu zahlen. Und so geht es immer weiter von einem Ort zum nächsten.

Bei den Hermsdorfer 4-Jahreszeitengesprächen verrät uns Nico die Geheimnisse des Laufens und Verlaufens, des Aufbrechens und Ankommens und teilt mit uns seine Erfahrungen bei der Begegnung mit neuen Menschen und Gedanken – und auch, wie er mit seinen eigenen Ängsten und Herausforderungen umgegangen ist.

Er sagt: „Nimm ab und an mal deinen Lebensrucksack, den du bei deiner Wanderung auf deinem Rücken trägst, gedanklich ab und leere ihn aus. Beim Aussortieren der Dinge, die sich in deinem Rucksack angesammelt haben, kannst DU entscheiden, was du für deine nächste Wegstrecke wirklich noch brauchst und was du getrost weggeben kannst. Oft brauchen wir viel weniger als wir glauben. Nur die Angst, die trägt jeder mit sich, bis er sie überwunden hat. Und das geht nur, indem man sich ihr stellt.“ Nico hat sich seinen Ängsten gestellt!

Nico Vorwerk

Nico Vorwerk 6558 Kilometer zu Fuß unterwegs

Vom Baggerfahrer zum Coach

Nico ist ein Freigeist, Träumer und „manchmal etwas verpeilt“ wie er selbst sagt. Er war Baggerfahrer in einem Braunkohletagebau, bevor er sich als Hypnose-Coach aufgestellt hat. Wow, was für ein Break! Heute geht es ihm darum, sich selbst und andere besser zu verstehen, um die Ursachen von Konflikten aufzudecken, zu entschärfen und im Coaching aufzulösen. Er arbeitet mit Menschen, die sich ihren Ängsten stellen wollen, um sie zu überwinden; die sich wieder selbst vertrauen wollen, indem sie belastende Dinge aus der Vergangenheit loslassen, ihre Selbstheilungskräfte aktivieren und Blockaden auflösen. Er geht mit seinen Klienten gern in den Schwarzwald, um Körper, Geist und Seele mal so richtig durchzulüften. Seine 6558-Kilometer-Wanderung von Mexiko bis Kanada hat sein ganzes Leben verändert. Heute begleitet er andere bei ihren Veränderungsprozessen, die auf der Suche nach ihrem Lebensziel, ihrer Mission, dem Sinn ihres Lebens und ihrem Lebensglück sind.


Kunst & Marketing

Künstler denken nicht in erster Linie an das Vermarkten ihrer Kunst, vielmehr ist es die Leidenschaft, die sie antreibt, so auch bei Michael Dyne Mieth. Doch von der Kunst allein kann man nicht leben, wenn man sie nicht auch verkauft, vermarktet oder versteigert. Wer von der Kunst leben will, kommt nicht darum herum, ein Geschäftsmodell aufzubauen. Ansonsten bleibt es eine brotlose Kunst.

Michael sagt: „Ein Künstler wird nur in die Galerie aufgenommen, wenn die Kunstpresse über ihn berichtet und er genügend verkauft.“ Der Friedhof der Gescheiterten ist größer als der Markt derjenigen, die erfolgreich sind und es schaffen, von ihrer Kunst zu leben. Die Ausbildung an Kunsthochschulen ist einseitig: Dort spricht man nicht über Geld oder die Vermarktung der Kunst. Aber auch Künstler müssen Miete zahlen. „Der arme Poet“ auf dem Gemälde von Carl Spitzweg ist ein sprechendes Zeugnis davon. Das heißt im Umkehrschluss: Kunst muss sich verkaufen. Doch wie schafft man den Spagat, nicht an die Vermarktung zu denken, was jeder Kunst den Stachel und die Inspirationen nehmen würde, und dennoch von der Kunst zu leben? Darum wird es an dem Abend gemeinsam mit Künstlern, Kunstschaffenden und Kunstinteressierten gehen.

Eine Karriere als Künstler

Michael Dyne Mieth

Wie sieht eine Karriere als erfolgreicher Künstler aus? Wie vermeidet man die brotlose Kunst? Wie verbindet man Brot- und Butterjobs mit genialer Kunst? Welchen Stellenwert hat Kunst im Leben von Künstlern und Kunstinteressierten? Wie überwindet man den Graben zwischen Kunst und Kommerz? Wie schafft man es, nicht erst posthumen Erfolg zu haben, sondern von dem, was man liebt, auch zu leben?  

Sich selbst vermarkten oder sich professionell vermarkten lassen? Wie schafft man den Spagat, die Kosten für ein Atelier, Farben und Leinwände, Stein und Meißel zu stemmen und zugleich die eigenen Schwingungen ungebrochen nach außen zu tragen?

Michael sagt über seinen eigenen Weg: „Die Alternative zur akademischen Malerei war für mich der Weg über Urbanart. Ich habe unterschiedliche Richtungen und Techniken entwickelt. Ein mallorquinischer Maler, der Vater eines Freundes von mir und künstlerischer Mentor, unterstützte mich in meinen Anfängen. Wichtig war mir, offen, authentisch und vielseitig zu sein. Auf eine bestimmte Stilrichtung wollte ich mich nicht festlegen. Und so kam ich vor 21 Jahren über Graffitis zur Malerei, zu Skulpturen und zur Aktionskunst.“


Eine Begegnung von Künstler & Coach beim Walzer über "art in progress" 

Michael Dyne Mieth ist studierter Künstler und bezeichnet sich selbst gern als Autodidakten. Ich habe ihn beim Entrepreneurshipsummit 2019 kennengelernt, wo ein meterlanges Kunstwerk den ganzen Lichthof ausfüllte. Als ich die Treppe mit meinem Filmemacher hochkam, hat er mich eingeladen, eines seiner Kunstwerke mitzugestalten. Ich sollte mir die Schuhe ausziehen, in Farbeimer treten und über eine lange Leinwand laufen, die am Ende des Summits versteigert werden sollte. Ich war sofort für diesen ungewöhnlichen Unternehmer entflammt, bin in die Farbeimer gestiefelt, habe ihn bei den Händen gefasst, um mit ihm gemeinsam über die Leinwand in Walzerschritten zu tanzen.

Wie er seine Kunstwerke versteigert und wie er es geschafft hat, von seiner Kunst zu leben, wird er uns an diesem der Kunst gewidmeten Abend verraten.

Hier geht's zur Website von Michael Dynemieth und zu seinem Kurzfilm beim Entrepreneurshipsummit 2019.

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Entrepreneurshipsummit 2019


Aesthetics matter! Oder: Wer ist Paul Hermann?

Ästhetik ist die Lehre vom Schönen, der Wahrnehmung, der Harmonie und der ihr zugrunde liegenden Proportionen und Gesetzmäßigkeiten in der Natur und in der Kunst. Es heißt, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Deshalb wollen wir uns über Geschmack, Formgefühl, Farben, Materialästhetik und die schönen Dinge dieser Welt austauschen – ganz im Stil der Salonkultur des 18. Jahrhunderts. Konversation im schönsten Sinne des Wortes. Aísthēsis als Lehre von der Wahrnehmung und Empfindung verbinden wir mit sinnlichem Anschauen und lassen uns überraschen von den Erkenntnissen des Abends.

Die Dinge, die wir täglich in die Hand nehmen, sollten schön sein, finde ich. Ich liebe schöne Dinge. Es ist einfach ein Vergnügen, schöne Dinge in die Hand zu nehmen, sie anzuschauen und von ihnen umgeben zu sein. Wir gestalten, die Räume, in denen wir uns aufhalten. Wir gestalten die Kleidung, mit der wir uns einkleiden. Wir gestalten öffentliche Räume, Städte, Plätze, Parks, Gärten und die Räume, in denen wir uns täglich aufhalten.

Natur und Kunst beglücken uns mit Schönheit, fordern uns heraus und machen das Leben lebenswert. Ars und Arte hängen eng zusammen: Kunst, Handwerk und Kunsthandwerk. Wenn ich über Kunsthandwerkermärkte gehe, erliege ich meinem Hang, der fast schon eine Sucht ist, nach schönen Dingen. Ich sehe sie gern an, nehme sie gern in die Hand, umgebe mich gern mit ihnen.
Aesthetics matter!

Marc Eichner

Urban Cuttings

Und wer wäre prädestinierter, einen Impuls über Ästhetik, Gestaltung und Schönheit zu geben als Marc Eichner (Architekt) alias Paul Hermann (Urban Cuttings Künstler). Bei den „urban cuttings“ geht es um das Flüchtige, das Vergängliche, das Zufällige. Das Leben ist eine Abfolge flüchtiger Momente, vorbeiziehender Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre. Roland Barthes hat in seinem Buch „Die helle Kammer“ zwischen „punctum“ und „studium“ unterschieden – dem, was uns in den Bann zieht und dem, was wir sehen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit fokussieren. Nicht immer wird das Großartige, das manchmal einfach am Wegesrand liegt, auch wahrgenommen.

Am Wegesrand

„Am 12. Januar, 7 Uhr 51, zur Stunde der morgendlichen Rushhour, begann der Stargeiger Joshua Bell als Straßenmusiker verkleidet in einer Metro-Passage Washingtons zu spielen. Er spielte mit einer Millionen Dollar teuren Stradivari ein äußerst anspruchsvolles Stück von Bach. 63 Passanten flüchteten an ihm vorbei, ehe der erste stehenblieb und ein paar Münzen in den Geigenkasten warf. Nach 43 Minuten Weltklassegeigens zählten die Beobachter 1070 Menschen, die blind und taub für das, was sie umgab, zur Metro gehetzt waren. Die die Chance auf einen Moment des Glücks ignoriert hatten. Flüchtigkeit. Wie schnell ein Augenblick vergeht, liegt an uns. Liegt daran, wie staunend wir ihm begegnen. Wir können die Zeit nicht anhalten, aber wir können sie für uns stillstehen lassen.“ (Marc Eichner)

Mit der Aufmerksamkeit eines Kindes

Wenn Paul Hermann – alias Marc – durch eine Stadt, ein Gebäude oder eine Landschaft geht, dann immer mit der Aufmerksamkeit eines Kindes. Nichts entgeht ihm. Kein Detail. Er sieht Dinge, die die meisten von uns übersehen, denen wir als flüchtige Betrachter keinerlei Bedeutung beimessen.

Paul Hermann wird uns einige seiner Trouvaillen, seiner Urban Cuttings zeigen. Details, die irgendwo gefunden wurden, dann den Kontext verlassen haben und nun für sich stehen. Die Dinge erzählen eine Geschichte, ihre ganz eigene Geschichte. Durch das Foto wird das Flüchtige zu etwas Beständigem, das Vergängliche zu etwas Überdauerndem

Der Architekt, Planer, Bauleiter, Organisator, Perfektionist, Freund von Bauschuttcontainern und Social Media Verweigerern zeigt uns an diesem Abend seine Seite als Flaneur, der hinsieht, entdeckt, staunt, im Foto bannt und so zum Urban Cuttings Künstler wird.

Wie viele Menschen kennst du, die Talent haben und ihm nicht folgen? Die eine Sehnsucht in sich spüren - den Impuls, etwas zu gestalten – und diesen Tag für Tag unterdrücken? Früher, vor der Industrialisierung fast aller Produkte, gehörte das „Hand-Werk“ selbstverständlich zum Leben:  Schreiner, Tischler, Schneider, Schuster, Juweliere, Maurer, Steinmetze … Der Akt des Machens, der Herstellung war mit Materialien, Formen, Farben, Gestaltung und Wahrnehmung verbunden. Für Paul Hermann sind das „Momente der Verneigung vor dem eigenen Leben“.

Der amerikanische Autor Steven Pressfield sagte: „Wenn es Ihnen in die Wiege gelegt ist, Krebs zu heilen, eine Symphonie zu schreiben oder Kernspaltung zu betreiben, und Sie tun es nicht, schaden und zerstören Sie dadurch nicht nur sich selbst. Sie schaden Ihren Kindern. Sie schaden mir. Sie schaden unserem Planeten. Kreativ zu arbeiten ist kein Zeichen von Egoismus oder Geltungssucht, sondern ein Geschenk an die Welt und an alle Lebewesen.“

In diesem Sinne freue ich mich auf unseren Austausch über Schönheit und Ästhetik, Gestaltung und Kunst gemeinsam mit dem Künstler Paul Hermann und den geladenen Gästen, die alle gestaltend und gestalterisch unterwegs sind auf dieser Welt: „It’s a sad and beautiful world“

Hier geht's zu den Urban Cuttins von Paul Hermann.


Horizontale Weinprobe südafrikanischer Wein

Alles fließt – manchmal auch durch die Kehle bei einer horizontalen Weinprobe: Als ich das erste Mal den Ausdruck horizontale Weinprobe hörte, musste ich erst einmal kurz stutzen. Aber dann war rasch klar: horizontal bedeutet, Tropfen aus einem Jahrgang zu verkosten, vertikal bedeutet, die Zunge mit absteigenden Jahrgängen zu konfrontieren. Weine sind meine geheime Passion – selbstverständlich „avec modération“. Deshalb wurde ich sofort hellhörig, als mir Ralf Heidler erzählte, dass er in einer Familie von Gastronomen und Weinhändlern aufgewachsen ist und lange als Weinkellner respektive Sommelier gearbeitet hat. Und ich habe ihn sofort zu den Hermsdorfer 4-Jahreszeitengesprächen eingeladen.  

Als die Berliner Mauer 1989 fiel, nutzte Ralf den Umbruch, um Weinhändler zu werden. Und so eroberte er auf Reisen von Sachsen bis Sibirien bei Weinproben zahlreiche Weingüter und Anbaugebiete und lernte die atemberaubenden Geschichten beeindruckender Winzer kennen – also die Geschichten ungewöhnlicher Unternehmer. Mit Weinen aus Saale-Unstrut und Sachsen, die nach dem Mauerfall aus den Neuen Bundesländern im Kommen waren, belieferte Ralf die Berliner Spitzengastronomie.

Südafrika war in den 90er in Berlin noch der „Exot“ unter den Weinquellen, obgleich das Land eine glanzvolle Vergangenheit im Weinbau hat. Im 18. Jahrhundert, als die Weingüter Château Lafite-Rothschild und Romanée-Conti gerade entstanden, erzielten die Weine aus dem afrikanischen Weingut Constantia bereits fabelhafte Preise und standen höchstens hinter dem legendären Tokajer zurück.

An die Weltspitze kam Südafrika mit seinen Weinen Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert zurück, gut zehn Jahre später als die Weine aus Australien oder Kalifornien. Die politischen Umstände hatten die Entwicklung eines modernen Weinbaus und -vertriebs behindert.

Ralf Heidler wird uns mit seiner Expertise als Sommelier durch eine horizontale Weinprobe der südafrikanischen Weine von Carrols führen. Regina Burchardt wird uns verraten, wie sie zum südafrikanischen Wein oder auch wie der südafrikanische Wein zu ihr gefunden hat.

Horizontale Weinprobe

Regina Burchardt & Ralf Heidler

Wer sind Regina Burchardt & Ralf Heidler?

Regina Burchardt, die mit Universal Living mobile Immobilien baut, die vom Tiny House bis zu Co-Living-Spaces reichen, hat eine geheime Passion für südafrikanische Weine, die sie mit ihrer Marke Carrols als Weinbotschafterin in Berlin vertreibt.

Ralf Heidler arbeitet seit 2003 mit seiner mobilen Praxis Kapilarnet als mobiler Physiotherapeut für Privatpatienten mit Bewegungs- und Atemtherapie. Auf seiner Website  zitiert er Voltaire: "In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben. In der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen." Sein Motto lautet: "Die Augenblicke, in denen wir innehalten, sind kostbar." Diese kostbaren Augenblicke wollen wir bei den Hermsdorfer 4-Jahreszeitengesprächen gemeinsam genießen. 

Kennengelernt haben sich Regina, Ralf und ich beim Chapter Fuchs vom BNI. Was der BNI ist und was du tun musst, um daran einmal teilzunehmen, liest du auf meinem Blogbeitrag Nie wieder solo als Solopreneur - deine wichtigsten Netzwerke.


Pilgernd bei sich und der Welt ankommen

Als junges Mädchen hatte Katrin Angst ihr Zuhause zu verlassen. Woanders schlafen? Schwierig. Klassenfahrten? Ein Alptraum. Dies änderte sich als sie Teenager wurde. Das Fernweh packte Katrin: von der ersten Reise mit einer guten Freundin mit 18 nach München, Salzburg und an die Nordseeküste und munter weiter mit 6-monatigen bis 2-jährigen Auslandsaufenthalten in Studium und Beruf u.a. nach Irland, Australien und Norwegen.

Schon von klein auf beschäftigten sie die Fragen nach dem Sinn des Lebens und auch dem Sinn des Todes. Wer oder was ist Gott? Was kommt nach dem Tod? Warum bin ich hier? Warum erlebt jeder von uns ein völlig anderes Leben, und warum haben wir doch so viel gemein? Fragen über Fragen, die es wert sind, aus verschiedenen Perspektiven angesehen zu werden.

Aus dieser spirituellen Sehnsucht heraus kündigte Katrin Weimann ihre Stelle als Referentin der Geschäftsstelle des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands, und Sonja Egger überzeugte als Softwareentwicklerin ihren Vorgesetzten davon, wie wichtig es ist, sie für ein halbes Jahr ziehen zu lassen. So brachen beide gemeinsam im August 2018 auf eine 6-monatige Reise zu spirituellen Kraftorten in der Welt auf, um sich und der Welt als auch dem Leben und dem Tod auf die Spur zu kommen.

Am 06.07.2019 lassen wir gemeinsam mit Sonja Egger und Katrin Weimann diese Reise Revue passieren und sprechen über ihr mutiges Unterfangen, sich auf neue Wege rund um die Welt zu begeben, über die Motivation des spirituellen Pfades - dabei das Sterben und den Tod jederzeit im Blick - und darüber, wie es ist, zu kündigen, einfach mal weg zu sein, sich und die Welt zu verlernen, um hinterher neu anzufangen.

Am ersten Tag des Nepal/Tibet-Trekkings auf über 3.000m Höhe hinter Simikot

Wer ist Katrin Weimann?

Katrin Weimann ist praktizierende Buddhistin, Pilgerin, Lebensreisende, Religions- und Spiritualitätsinteressierte und vieles mehr. Sie beschäftigt sich mich mit Meditation, Retreats und Pilgerreisen zu heiligen Stätten. Insofern ist es ihr ein Anliegen besonders die Menschen und ihr (Er-) Leben von Religion bzw. Spiritualität kennenzulernen und Verbindung, Frieden und Verständnis herzustellen. Menschen sowie ihr SEIN in der Welt, ihre Motivation sowie den Sinn, den sie ihrem Leben und Handeln geben, findet sie ganz besonders spannend.

Katrin ist aus ureigenem Interesse und auch beruflich als Referentin im Deutschen Kinderhospizverein mit den Themen Sterben, Tod, Trauer und Verlust sehr verbunden. Daher ziehen sie Menschen, Orte und Erlebnisse rund um die Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen sowie das Sterben und der Tod magisch an. Bereits als junges Mädchen, als ihre Urgroßmutter starb, wollte sie unbedingt die Beerdigung miterleben und wissen, was zwischen dem Sterbezeitpunkt und der Bestattung passiert. Dem ist Katrin nach und nach auf den Grund gegangen und kann sagen: die Reise ist noch lange nicht zu Ende.


Nur wer weit geht, kann an seine Grenzen gelangen

Traugott Heinemann-Grüder hat seine Stelle als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Flämig mit Mitte 50 gekündigt, um ein Reiseunternehmen unter dem Motto „Erlebe Wildnis“ zu gründen.

Schon als Kind zog es ihn in die Tiefe der heimischen Wälder des Unteren Odertals an der deutsch-polnischen Grenze. Er liebt das Bergsteigen, Trekkingtouren in Nationalparks und extreme Wintertouren. Heute bietet er für Gleichgesinnte Reisen unter dem Motto „Erlebe Wildnis“ an. Wildnis hat viele Facetten: Urbane Wildnis haben wir vor der Haustür, die mitteleuropäischen Nationalparks sind Refugien für die heimische Tier- und Pflanzenwelt in einer ansonsten fast bis in den letzten Winkel durchstrukturierten Kulturlandschaft.

Extreme Wintertouren führen häufig auch in die innere Wildnis, wenn man sich angesichts extremer Anstrengungen fragt, welchen Sinn es macht, bei minus 30 Grad in der Unendlichkeit der Schneewüste im Zelt zu schlafen. Und genau das wollen wir gemeinsam diskutieren: Was passiert mental, wenn man sich der Natur aussetzt und wenn man sich auf eine lang ersehnte, extreme Traumtour vorbereitet und vor dem Ziel abbrechen muss, weil man feststellt, dass man der Unternehmung doch noch nicht gewachsen ist.

Der Weg in die Selbständigkeit stellt für Traugott Heinemann-Grüder in der zweiten Lebenshälfte eine anspruchsvolle Bergtour anderer Art dar; nicht zu vergleichen mit seiner ersten Gründung eines Taxiunternehmens als Student mit zwei Freuden und acht Angestellten.

Mit Traugott Heinemann-Grüder haben wir sein mutiges Unterfangen diskutiert, zu kündigen, neu anzufangen, zu gründen und in die Wildnis aufzubrechen.

Traugott Heinemann Grüder

Wer ist Traugott Heinemann-Grüder?

Als Höhenbergsteiger und Sportler in extremer Kälte und Eiswüsten zählt Traugott Heinemann-Grüder zu den Extremsportlern. Nach eigenen Aussagen ist er kein Grenzgänger à la Kammerlander oder Messner, da er die Vermeidung extremer Risiken, die lebensbedrohlich wären, bewusst in seine Aktivitäten am Berg einkalkuliert. Seinen langjährigen Traum, den Nordpol auf dem Eis zu erreichen, hat er in diesem Jahr vorerst aufgegeben. Dafür hatte er hart trainiert und immer wieder Trainings in der Hardangervidda durchgeführt. Das letzte Mal wurde der Nordpol auf dem Eis ohne Unterstützung im Jahr 2013 erreicht. Sein nächstes großes Projekt ist die Ski-Traverse Grönlands in 2019.


Es ist nie zu spät, sich mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen

Unter dem Motto „Es ist nie zu spät, sich mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen, um die Zukunft zu gestalten“ haben wir mit Ingrid Meyer-Legrand diskutiert: Wie entsteht aus der eigenen Herkunft Zukunft? Wie prägt jeden von uns seine Familie? Wie prägt uns als Generation unsere Geschichte? Welche Herausforderungen und Chancen hat(te) die Generation der Kriegsenkel? Wie sind wir mit dem Motto „Du hast keine Chance, aber nutze sie“ umgegangen? Welche Wege und Schicksale liegen jenseits der Normalbiografie?

Wir haben im Geschichtsunterricht den Nationalsozialismus behandelt. Doch was dieses Leben im Ausnahmezustand für unsere Eltern und für uns biografisch bedeutet hat, das wurde bis zur Jahrtausendwende kaum diskutiert. Es hat über 50 Jahre gedauert, bis das Schicksal der Kriegsenkel von Autorinnen wie Ingrid Meyer-Legrand aufgegriffen wurde.

Für vieles, das die Kriegsenkel entwickelt haben, gibt es keine Vorbilder. Sie dürfen und müssen eigene Wege gehen. Sie dürfen und müssen sich immer wieder neu erfinden.

Ingrid Meyer-Legrand & Dr. Kerstin Gernig

Wer ist Ingrid Meyer-Legrand?

Ingrid Meyer-Legrand arbeitet als Coach, Therapeutin und Supervisorin in Berlin und Brüssel mit Menschen, die den Wunsch haben, privat und beruflich endlich anzukommen, mit Menschen, die sich mit ihren Lebensmodellen weit weg von der sogenannten Normalbiografie und häufig auch weit weg von der eigenen Herkunftsfamilie bewegt haben. Viele ihrer Klienten erfinden sich immer wieder neu, meist ohne Vorbilder, woraus individuelle Wege resultieren und die Sehnsucht nach Ankommen.

Sie sagt: „Es dauerte bis zur Jahrtausendwende, bis das Thema ‚Krieg und Leid unter den Deutschen‘ öffentlich beim Namen genannt werden durfte. Erst dann konnte öffentlich ein Zusammenhang zwischen dem Aufwachsen bei den vom NS Verfolgten und den vom Krieg und der Flucht traumatisierten Eltern dieser Jahrgänge hergestellt werden.“


Denn jede gute Tat verdient, dass man sie sieht

Sehen: Was sehen wir? Wo sehen wir hin? Wo schauen wir weg? Was nehmen wir wahr? Was blenden wir aus? Wie verändert das, was wir in den Blick nehmen, unsere Sicht auf die Welt? Wer schaut was wie an? Der Sehsinn ist unser wichtigster Sinn. Innerhalb von Bruchteilen von Sekunden scannen wir Räume und Situationen, um uns ein Bild zu machen, ob Feind oder Freund, ob wir in Gefahr sind oder ob wir uns entspannen können. Dieses archaische Scannen kann zum genussvollen Schauen ebenso wie zum Wahrnehmen von Lebensumständen werden, die weit weg von der eigenen Wirklichkeit erscheinen. Aber sind sie das? Im Zeitalter der Digitalisierung haben wir Einblick in Lebenswelten, die weit entfernt sind. Was bedeutet das für uns? Für unser Leben, unsere Prioritäten, unsere Gestaltung der Welt?

Maurice Ressel hat uns gezeigt, wie er die Welt als Fotojournalist sieht und uns verraten, was das mit ihm macht. Er ist einer, der hinschaut. Seine Bilder sprechen für sich. Sie sind so stark, dass sich DIE ZEIT nicht wagt, sie zu zeigen.

Maurice Ressel

Wer ist Maurice Ressel?

Maurice Ressel arbeitet als Fotograf und Filmemacher. Sein Motto lautet „Denn jede gut Tat verdient, dass man sie sieht.“ Er hat die ehrenamtlich arbeitende Organisation VOLUGRAPHER gegründet und vermittelt darüber für fotobegeisterte Helfer Auslandsvolontariate in Kooperation mit NGOs. Die Bilder, die dabei entstehen, sorgen für die Wahrnehmung von Lebensbedingungen auf dieser Welt.

Wie alles begann: Als Volontär für Hilfsorganisationen in Afghanistan hat Maurice Ressel Kindern seine Leidenschaft nahegebracht: das Skateboarden. Jede freie Minute außerhalb seiner ehrenamtlichen Arbeit hat er genutzt, um zu fotografieren. Die NGOs, in deren Namen er unterwegs war, nutzen heute die Fotos für ihre Öffentlichkeitsarbeit.

VOLUGRAPHER versteht sich als Plattform und Partner für alle, die ihre fotografischen Talente für eine bessere Welt einsetzen wollen.

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Dr. Kerstin Gernig hat 4,87 von 5 Sternen 738 Bewertungen auf ProvenExpert.com